Bio-Sojamilch mit dem Thermomix

Viele Dinge aus dem Supermarkt lassen sich einfach selbst herstellen. Das spart viel Verpackungsmüll und sinnlose Transportwege. Und außerdem bekommen wir Kontrolle über die Inhaltsstoffe zurück. Zudem spart das bares Geld, denn jeder Liter kostet kaum mehr als 30 Cent.

Und da wir uns vor kurzem einen Thermomix bei eBay ersteigert hatten, gibt es hier die Ruck-Zuck-Anleitung für die selbstgemachte Bio-Sojamilch.

Als Grundlage braucht Ihr dazu natürlich zunächst einmal Sojabohnen. Wir haben 5-Kilosäcke in Bio-Qualität aus Oberbayern vom Biohof Lex geordert. Garantiert ohne Gentechnik.

Ihr braucht für 1 Liter Sojamilch

  • 70g Bio-Sojabohnen
  • Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Geschirrtuch oder Käsetuch zum Durchsieben
  • Zum Süßen je nach Geschmack Agavendicksaft oder Vanillezucker

Und so geht’s:

Die Sojabohnen am Vorabend mit reichlich (!) Wasser einweichen. Sie sollten mindestens 6 bis 8 Stunden quellen. Allerdings nicht zu lange, sonst bildet sich Schaum an der Wasseroberfläche und die Milch schmeckt nicht mehr so gut.

Am nächsten Tag das Wasser weg schütten und die gequollenen Bohnen gründlich waschen. Danach die Bohnen mit der dreifachen Menge an Wasser in den Thermomix geben (1 Tasse Bohnen, 3 Tassen Wasser). Durch die Turbo-Funktion 30 Sekunden lang zerhacken.

Das Ganze durch das Stofftuch sieben und die Flüssigkeit auffangen. Dazu ein Abtropfsieb über einen Topf hängen, es mit dem Tuch auskleiden und darin die zerhackten Sojabohnen gießen.

Ich verrate noch zwei alternative Konstruktion für das Abtropfen: Eine Salatsieb mit dem Tuch auskleiden. Über einen Topf zwei Rührlöffel legen und die Schüssel darauf stellen. Mein Favorit ist allerdings die unten im Topf stehende umgedrehte Tasse, auf der ich die Salatschüssel stellen….

Gegen Ende das Tuch kräftig ausdrücken, damit möglichst wenig Flüssigkeit verloren geht.

Zurück bleibt im Tuch der Sojakuchen oder Okara, aus dem man leckere Sachen machen kann, beispielsweise Frikadellen oder Tortenboden. Dazu ein anderes Mal mehr. Bis dahin könnt ihr das Okara auch einfrieren…

(Was ich hier gemacht habe ist die chinesische Zubereitungsart. Es gibt noch die japanische Variante: Dabei werden die zerhackten Sojabohnen zuerst gekocht und dann gesiebt. Diese Variante fand ich vom Geschmack ungenießbar!)

Die Flüssigkeit kommt zurück in den ausgespülten Thermomix. 1 Prise Salz dazu. Auf 100 Grad unter ständigem Umrühren (Stufe 2) kurz aufkochen. Dabei bleiben, denn es kocht leicht über! Dann sofort auf 90 Grad zurück stellen und jetzt 20 Minuten weiter kochen. Das zerstört  Giftstoffe aus den rohen Bohnen.

Trinkmilch mag ich leicht gesüsst. Dazu mische ich noch zwei Esslöffel Agavendicksaft dazu. Oder Vanillezucker. Jetzt könnt ihr die heisse Sojamilch in Flaschen abfüllen. So sind sie luftdicht verwahrt und öffnen sich mit einem satten Plopp.

Ich würde die sowieso schon gesunde Sojamilch gern noch mit Kalzium anreichern. Dazu empfiehlt Powersoja Sesam als natürliche Kalziumquelle. Das werde ich mal ausprobieren. Wer mag kann auch mit Vitamin-B12 anreichern. Dazu in die leicht abgekühlte Milch B12-Tabletten unter mixen.

Fertig. Schmeckt gut gekühlt einfach lecker!

 

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Über Martin

Veganer Weltverbesserer.
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