Veganer sehen gut aus!

Wusstet Ihr, dass Bryan Adams, Paul McCartney und Mike Tyson sich vegan ernähren? Von wegen, Veganer sehen hager aus! Genau diese Behauptung warf mir meine Gesprächspartnerin bei unserer Diskussion über Ernährung an den Kopf. Schließlich sei Vegan eine Mangelernährung.

Nun – den Gegenbeweis wollte ich antreten mit Beispielen bekannter Menschen die sich vegan ernähren und gesund aussehen. Es hat mich dabei selbst erstaunt über welche Promis ich bei meiner Recherche gestolpert bin! Wer mag findet im Internet unzählige  umfangreiche Listen bekannter Veganer. Hier meine kleine Auswahl:

Und noch ein paar vegane Sportler dazu um zu zeigen, dass Vegan auch Kraft gibt:

  • Mike Tyson
  • Karl Ess
  • Patrik Baboumian (Kraftsportler der im August 2011 den Titel „Stärkster Mann Deutschlands“ errang. Hat drei Weltrekorde aufgestellt, seitdem er sich rein pflanzlich ernährt).
  • Arvid Beck (erfolgreicher Natural Bodybuilder)

Die Diskussion über vegane Ernährung macht mir schon Spaß. Wobei ich dabei merke, wie stark die Entscheidung pro Vegan in unserer westlichen Kultur durch unsere Prägung und die kontinuierliche Marketingarbeit der Fleisch- und Milch-Lobby behindert wird. Dennoch – Menschen, die sich dafür entschieden haben, fühlen, dass es ihnen gut tut. So wie es Alanis Morissette erklärt:

„Ich bin sehr glücklich mit meiner neuen Lebensweise, die – im Rahmen des Möglichen – die meisten Krebsarten und viele andere Krankheiten verhindern kann”. (Alanis Morissette)

Es stimmt zwar, dass die meisten sich vegan ernährenden Menschen eher schlank sind. Das muss allerdings nicht sein. Denn wer seinem Körper zu sehr mit veganem Convenience Food, zu fettem Essen, Süßkram und Alkohol belastet wird auch Probleme mit seinem Körpergewicht bekommen.

Viel stärker als die gesundheitlichen Aspekte finde ich die ethischen Gründe. Beispielsweise die Ablehnung von Gewalt gegen Tiere:

If you don’t like seeing pictures of violence towards animals being posted, you need to help stop the violence, not the pictures.
(Johnny Depp)

Die Verantwortung für unseren Planeten als Ganzes ist ein weiterer großer Pluspunkt für einen Verzicht auf tierliche Produkte – wobei Paul McCartney in dem folgenden Zitat nicht bewusst war, wie viel Umweltzerstörung in der Milchwirtschaft steckt. Dennoch finde ich sein Zitat wegweisend:

„Wenn irgendjemand versucht den Planeten zu retten, ist alles was er oder sie tun muss, aufzuhören, Fleisch zu essen.“
(Paul McCartney)

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Reibekuchen mit Dill-Dipp. Tierfrei.

Heute hatten wir riesig Lust auf Reibekuchen („Kartoffelpuffer“). Tier- und Glutunfrei. Normalerweise kommt Ei rein. Es geht auch wunderbar ohne. Statt dem klassischen Apfelmus wollte ich einen Dipp mit Dill.

Das Kartoffelschälen und Reiben dauert am längsten. In der Pfanne sind die Reibekuchen dann Ratz-Fatz fertig.

Ihr braucht für die Kartoffelpuffer :

  • 6 Kartoffeln für 1 Erwachsene und zwei hungrige Kinder. Hier lieber zu viel als zu wenig…
  • 3 EL Sojamehl
  • Salz, Pfeffer
  • Wer mag: Zitronen- oder Limettensaft, 1 Karotte
  • Viel Öl zum Braten

Für den Dipp:

  • 1 Becher Sojade
  • Dill – am besten frischen vom Markt. Oder TK-Dill.
  • Zitronen oder Limettensaft (gibt es in der Flasche beim Biomarkt)

Zubereitungszeit 30 Minuten inklusive Kartoffelschälen und Reiberei.

Und so geht’s:

Ich empfehle zuerst den Dipp zu machen. Nachher ist keine Zeit weil die Reibekuchen direkt nach dem Braten gegessen werden wollen.

Dazu die Sojade in eine Schüssel geben. Den Dill klein hacken (natürlich nur den Frischen, der aus dem TK-Päckchen ist ja schon klein genug…). Dill und einen großen Schuss Limettensaft mit der Sojade verrühren. Mit Salz abschmecken. Aktion „Dill“ erledigt.

Jetzt die Kartoffeln schälen und fein reiben. Da ich noch eine Karotte hatte durfte die auch noch mit hinein. Sieht gut aus und schmeckt. Mit der Hand aus der Masse etwas Wasser heraus pressen. Dadurch werden die Reibekuchen fester und spritzen nicht so beim Braten. Drei EL Sojamehl untermischen. Mit Salz und Pfeffer und (wer will) einem kräftigen Schuss Limettensaft abschmecken.

Pro Reibekuchen einen Esslöffel Kartoffelteig mit reichlich Öl in die Pfanne geben, platt drücken und glatt streichen. Goldbraun von beiden Seiten braten.

Die Reibekuchen ziehen viel Öl beim Braten. Wem sie zu fettig legt sie nach dem Braten auf einem Küchenpapier.

Das Gericht lässt sich wunderbar mit Kinder zubereiten. Vor allem das Matschen mit dem Kartoffelteig macht den Kleinen viel Spaß 🙂

Im Ergebnis volle Bäuche, zufriedene Gesichter.

 

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Zucchini-Karotten-Spaghetti

Wie bekommt man Kinder dazu, Gemüse zu essen? Ganz einfach – indem das Gemüse als Spaghetti daher kommt. Zumindest bei meinen Kindern funktioniert das wunderbar und wird mit viel Lob bedacht.

Das Essen ist super schnell zubereitet. Gesund, glutunfrei und natürlich vegan.

Ihr braucht für 4 Personen:

  • Drei große Zucchini
  • Zwei große Möhren
  • 500g passierte Tomaten
  • Soja-Schnetzel (fein)
  • Kräuter der Provence
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • Wer es mag: 1/2 Teelöffel Kumin (Kreuzkümmel)

Zubereitungszeit 15 Minuten – wenn man das Quellenlassen vom „Hackfleisch“ nicht mit einrechnet.

Mindestens 30 Minuten bevor ihr mit dem Kochen beginnt die Soja-Schnetzel in heißem Wasser quellen lassen! Ansonsten sind sie zu hart und schmecken nicht.

Und dann legt los:

Das Wasser von den Soja-Schnetzel abgießen. Die Schnetzel mit der Tomatensoße, Kräuter der Provence und dem Kumin kurz aufkochen und einige Minuten köcheln lassen (Ich liebe Kumin – wer es nicht kennt, würzt damit lieber vorsichtig). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Soße fertig.

Die Zucchini waschen. Die Möhren schälen. Das Gemüse mit einem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten. Zwei Teelöffel Salz und Wasser dazu geben, bis die Gemüsespaghetti zu 1/3 im Wasser stehen. Die Spaghetti gar kochen (nicht erschrecken – sie fallen dabei stark in sich zusammen). In knapp 6 Minuten sind sie gar. Wasser abgießen. Fertig.

 

Und so sieht das Ergebnis aus – mit veganem Käse dazu einfach lecker:

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Tierliebhaber essen keine Tiere.

Facebook ist voll süßer Videos und Bilder von Tieren. Von dem allgegenwärtigen Katzenthema bis hin zum verspielten Minischwein.

Das schöne an uns Menschen ist unser Mitgefühl. Wir lieben Tiere. Vorausgesetzt, dass wir sie als fühlende Lebewesen und nicht als Objekte sehen. Viele Menschen entrüsten sich über die Quälereien gegen Wale, Delphine und Elefanten – und treten Organisationen wie dem WWF bei. Millionen von Menschen kümmern sich liebevoll um ihre Haustiere und tun alles, damit es Hund, Katz‘ und Pferd gut geht.

Wie können wir Menschen uns als des Tieres bester Freund empfinden und gleichzeitig genüsslich Fleisch essen? Wieso bemerken wir dabei nicht, dass wir damit entgegen unseren eigenen Wertvorstellungen handeln und uns direkt am massenhaften Leid und Tod von fühlenden Tieren beteiligen? Über den Mechanismus dahinter habe ich in einem anderen Beitrag geschrieben – das hilft um die eigenen Muster zu verstehen.

Darauf angesprochen kommen von vielen Ausreden etwas beschämt Ausreden wie: „Ich esse nur ganz selten Fleisch. Und dann nur Bio von glücklichen Tieren!“. Leider ist es ein Irrglaube, es Bio-Kühe besser haben, nur weil sie Bio-Futter bekommen? Schaut Euch auch mal den Film Unity an – dort könnt Ihr in den ersten drei Minuten des Films die panische Angst in den Augen eines Bullen sehen auf dem Weg zum Schlachten: unitythemovement.com. Lebewesen wollen leben und nicht getötet werden. Sonst würden wir sie Schlachtwesen nennen.

Wer dieses Leid genauso wenig wie ich aushalten kann und sollte sich überlegen ob er es schafft, komplett auf Fleisch zu verzichten. Dabei kann ist es hilfreich bei jedem Bissen Fleisch sich das ganze Tier mit seinem Leid und seiner Angst vorzustellen.

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Veganer Milchreis

Heute gab es in unserer Ferienküche ein süßes Mittagessen: Milchreis. Kochkünste sind keine notwendig. Nur muss man sich rechtzeitig in die Küche begeben da der Reis 40 Minuten braucht. Ich war nicht ganz sicher, ob es vegan auch so lecker schmeckt und ob die erhitzte Pflanzenmilch nicht zu dominant im Geschmack wird. Im Ergebnis waren diese Sorgen mehr als unbegründet…

Ich habe den Milchreis mit Reismilch gemacht. Mit Hafer- oder Sojamilch geht es auch. Aber das klingt dann nicht mehr so lustig. Die Reismilch bringt eine natürliche Süße mit und brennt nicht an. Diesmal hatten wir übrigens Reismilch von Alnatura im Einsatz, eine Erweiterung von unserem Test pflanzlicher Milchalternativen.

Ihr braucht für 4 Personen:

  • 400g Milchreis
  • 1,5 Liter Reismilch (am Besten mit Kalzium)
  • Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Früchte, z.B. 1 Glas Schattenmorellen oder 1 große Dose Mandarinen. Was ihr mögt.
  • Für die Süßen unter uns: Zimt und Zucker

Kochzeit 40 Minuten. 

Und so geht’s: Den Milchreis mit der Reismilch, 2 Prisen Salz und dem Vanillezucker kurz aufkochen und dann auf kleiner Flamme 35 Minuten weiter köcheln. Immer wieder einmal umrühren. Nach Ablauf der Garzeit die Früchte unterrühren – die Mandarinen bringen in ihrer Dose auch eine süßen Saft mit, den habe ich auch dazu gegeben.

milchreis-vegan

Ich habe dann noch Zimt und Zucker vermischt, das konnten die Kinder über ihren Milchreis geben.

Super lecker und leider restlos verputzt.

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Schnelle Nudeln mit Kohlrabisoße (vegan)

Kohlrabi kannte ich bisher nur als typisches Winter-Beilagengemüse zu Kartoffeln. Als Soße zu Nudeln war er mir noch nicht vorgekommen. Bis jetzt…

Ihr braucht für 4 hungrige Esser:

  • 500g Nudeln
  • 2 Kohlrabi
  • 1/2 Sojasahne
  • Salz für die Nudeln
  • Kräutersalz
  • Pfeffer

20 Minuten Zubereitungszeit

Während das Wasser für die Nudeln heiß wird, die Kohlrabi in kleine Würfel schnippeln. Diese mit Kräutersalz und etwas Wasser in einem geschlossenen Topf weich kochen (die Kinder lieben es möglichst weich). Die Nudeln mit Salz ins kochende Nudelwasser geben.

kohlrabi-schnippeln

Nach etwa 15 Minuten sind die Kohlrabi gar. Den Topf vom Herd nehmen und die Sojasahne dazu geben. Das Kochwasser nicht abgeschüttet, da sind viele aus der Kohlrabi ausgewaschene Vitamine und Mineralstoffe drin. Nur wenn ihr zufiel habt, dann macht etwas weg.

Die Soße nach Geschmack mit Kräutersalz und etwas Pfeffer würzen. Fertig. Zubereitungszeit inklusive Schnippeln etwa 20 Minuten. Auf dem Bild sehen die Nudeln so bunt aus, weil ich Nudelreste verarbeitet habe:

nudeln-mit-kohlrabisosse

Mein vorsichtiger Sohn isst ungern was er nicht kennt. Deshalb wollte er die Nudeln zuerst lieber ohne Soße essen. Nachdem er sie aber mutig probiert hatte, gab es kein Halten mehr 😉

Übrigens schmeckt Kohlrabi aus traditioneller Landwirtschaft oft wässrig. Da lohnt sich die Bio-Qualität vom Wochenmarkt. Diese ist so lecker, dass meine Kinder ihn auch gern roh als Knabbergemüse essen.

Außerhalb des deutschsprachigen Raums ist Kohlrabi kaum bekannt und gilt deshalb als „typisch deutsches Gemüse“. Normalerweise mache ich die Blätter vom Kohlrabi ab – bis ich gelernt habe, dass diese um ein vielfaches mehr gesunde Inhaltsstoffe, Phosphor, Eiweiß und Karotin enthalten als die Knolle. Deshalb gehören die größeren Blätter nicht in den Kompost, sondern wie Gewürz kleingehackt in Suppen oder Salaten.

Kohlrabi enthält Selen (gut für das Immunsystem), Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Vitamin A (Carotin), C, B1, B2, B3 (Niacin), Magnesium, und Eiweiß. Darüber hinaus ist er reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Also ein durch und durch leckeres und gesundes Gemüse.

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Mein veganer Ferien-Speiseplan

Die Fastnachtsferien haben begonnen. Neben der Freude über eine intensive Zeit mit den Kindern gleich die Frage, was ich die nächsten zehn Tage gesundes und leckeres kochen möchte.

Kurz nach der Umstellung von vegetarisch auf vegan im Sommer letzten Jahres hätte mich diese Herausforderung zum Verzweifeln gebracht. Unzählige Stunden habe ich damals im Internet und in Kochbüchern nach veganen Rezepten gesucht, von denen ich glaubte dass sie meinen Kindern schmecken würden.

Inzwischen schreckt mich diese Frage nicht mehr. Eher im Gegenteil, die Ferien sind zu kurz für alles, was wir gerne kochen würden. Heute kann ich behaupten, dass Kochen ohne tierische Produkte nicht schwierig ist.

Um es mir einfach und meine Einkäufe auf dem Wochenmarkt zielgerichtet zu machen schreibe ich vor den Ferien einen kurzen Speiseplan. An den halten wir uns zwar nicht unbedingt, denn wir kochen nach Lust und Laune. Aber er gibt eine gewisse Richtung vor.

Beim Kochen ist mir wichtig, dass ausreichend Hülsenfrüchte und dunkelgrünes Gemüse dabei ist um die Eisenversorgung sicher zu stellen. Vitamin C aus Fruchtsäften hilft bei der Eisenaufnahme. Die Beilagen sollen Mineralstoff- und Vitaminreich sein und nicht nur aus (glutunfreien) Nudeln bestehen. Abwechslung bieten Kartoffeln in allen Variationen, Reis, Polenta und Quinoa. Tofu und dunkelgrünes Gemüse wie Brokkoli bringen außerdem wichtiges Kalzium mit. Zusätzlich wählen die Kinder zum Frühstück manchmal mit Kalzium angereicherte Sojamilch. Beinahe täglich einen Beilagensalat und ausreichend Obst runden die gesunde Ferienernährung ab.

Wenn es geht kaufe ich alles in Bio-Qualität vom Wochenmarkt. Das fördert die lokale Bio-Landwirtschaft und vermeidet Verpackungsmüll.

Hier ein vorläufiger Winter-Ferienspeiseplan mit 17 leckeren veganen Gerichten:

  1. Bunter Gemüse-Eintopf
  2. Ofengemüse
  3. Nudlen mit Kohlrabisoße
  4. Milchreis
  5. Ratatouille mit Kartoffelbrei
  6. Fenchel-Risotto
  7. Leckeres Spitzkohl-Gericht mit Tofu
  8. Pilzpfanne mit Bratkartoffeln
  9. Brokkoli-Suppe
  10. Sellerie-Schnitzel mit Kartoffeln und Leinöl
  11. Selbstgemachte Gnocchi mit Spinat
  12. Gemüse-Quinoa
  13. Chilli sin carne
  14. Selbstgemachte Pommes mit gebratenen Tofu-Würstchen
  15. Erbsensuppe
  16. Kartoffel-Brokkoli-Auflauf
  17. Polentapizza

Hmm… das wird lecker! Die Rezepte werde ich nach und nach im Blog verarbeiten. Wenn ich daran denke. Was ich beim Gemüseeintopf schon verpennt habe – und er weg war bevor ich ihn fotografisch verewigen konnte…

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