Tierliebhaber essen keine Tiere.

Facebook ist voll süßer Videos und Bilder von Tieren. Von dem allgegenwärtigen Katzenthema bis hin zum verspielten Minischwein.

Das schöne an uns Menschen ist unser Mitgefühl. Wir lieben Tiere. Vorausgesetzt, dass wir sie als fühlende Lebewesen und nicht als Objekte sehen. Viele Menschen entrüsten sich über die Quälereien gegen Wale, Delphine und Elefanten – und treten Organisationen wie dem WWF bei. Millionen von Menschen kümmern sich liebevoll um ihre Haustiere und tun alles, damit es Hund, Katz‘ und Pferd gut geht.

Wie können wir Menschen uns als des Tieres bester Freund empfinden und gleichzeitig genüsslich Fleisch essen? Wieso bemerken wir dabei nicht, dass wir damit entgegen unseren eigenen Wertvorstellungen handeln und uns direkt am massenhaften Leid und Tod von fühlenden Tieren beteiligen? Über den Mechanismus dahinter habe ich in einem anderen Beitrag geschrieben – das hilft um die eigenen Muster zu verstehen.

Darauf angesprochen kommen von vielen Ausreden etwas beschämt Ausreden wie: „Ich esse nur ganz selten Fleisch. Und dann nur Bio von glücklichen Tieren!“. Leider ist es ein Irrglaube, es Bio-Kühe besser haben, nur weil sie Bio-Futter bekommen? Schaut Euch auch mal den Film Unity an – dort könnt Ihr in den ersten drei Minuten des Films die panische Angst in den Augen eines Bullen sehen auf dem Weg zum Schlachten: unitythemovement.com. Lebewesen wollen leben und nicht getötet werden. Sonst würden wir sie Schlachtwesen nennen.

Wer dieses Leid genauso wenig wie ich aushalten kann und sollte sich überlegen ob er es schafft, komplett auf Fleisch zu verzichten. Dabei kann ist es hilfreich bei jedem Bissen Fleisch sich das ganze Tier mit seinem Leid und seiner Angst vorzustellen.

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Veganer Milchreis

Heute gab es in unserer Ferienküche ein süßes Mittagessen: Milchreis. Kochkünste sind keine notwendig. Nur muss man sich rechtzeitig in die Küche begeben da der Reis 40 Minuten braucht. Ich war nicht ganz sicher, ob es vegan auch so lecker schmeckt und ob die erhitzte Pflanzenmilch nicht zu dominant im Geschmack wird. Im Ergebnis waren diese Sorgen mehr als unbegründet…

Ich habe den Milchreis mit Reismilch gemacht. Mit Hafer- oder Sojamilch geht es auch. Aber das klingt dann nicht mehr so lustig. Die Reismilch bringt eine natürliche Süße mit und brennt nicht an. Diesmal hatten wir übrigens Reismilch von Alnatura im Einsatz, eine Erweiterung von unserem Test pflanzlicher Milchalternativen.

Ihr braucht für 4 Personen:

  • 400g Milchreis
  • 1,5 Liter Reismilch (am Besten mit Kalzium)
  • Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Früchte, z.B. 1 Glas Schattenmorellen oder 1 große Dose Mandarinen. Was ihr mögt.
  • Für die Süßen unter uns: Zimt und Zucker

Kochzeit 40 Minuten. 

Und so geht’s: Den Milchreis mit der Reismilch, 2 Prisen Salz und dem Vanillezucker kurz aufkochen und dann auf kleiner Flamme 35 Minuten weiter köcheln. Immer wieder einmal umrühren. Nach Ablauf der Garzeit die Früchte unterrühren – die Mandarinen bringen in ihrer Dose auch eine süßen Saft mit, den habe ich auch dazu gegeben.

milchreis-vegan

Ich habe dann noch Zimt und Zucker vermischt, das konnten die Kinder über ihren Milchreis geben.

Super lecker und leider restlos verputzt.

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Schnelle Nudeln mit Kohlrabisoße (vegan)

Kohlrabi kannte ich bisher nur als typisches Winter-Beilagengemüse zu Kartoffeln. Als Soße zu Nudeln war er mir noch nicht vorgekommen. Bis jetzt…

Ihr braucht für 4 hungrige Esser:

  • 500g Nudeln
  • 2 Kohlrabi
  • 1/2 Sojasahne
  • Salz für die Nudeln
  • Kräutersalz
  • Pfeffer

20 Minuten Zubereitungszeit

Während das Wasser für die Nudeln heiß wird, die Kohlrabi in kleine Würfel schnippeln. Diese mit Kräutersalz und etwas Wasser in einem geschlossenen Topf weich kochen (die Kinder lieben es möglichst weich). Die Nudeln mit Salz ins kochende Nudelwasser geben.

kohlrabi-schnippeln

Nach etwa 15 Minuten sind die Kohlrabi gar. Den Topf vom Herd nehmen und die Sojasahne dazu geben. Das Kochwasser nicht abgeschüttet, da sind viele aus der Kohlrabi ausgewaschene Vitamine und Mineralstoffe drin. Nur wenn ihr zufiel habt, dann macht etwas weg.

Die Soße nach Geschmack mit Kräutersalz und etwas Pfeffer würzen. Fertig. Zubereitungszeit inklusive Schnippeln etwa 20 Minuten. Auf dem Bild sehen die Nudeln so bunt aus, weil ich Nudelreste verarbeitet habe:

nudeln-mit-kohlrabisosse

Mein vorsichtiger Sohn isst ungern was er nicht kennt. Deshalb wollte er die Nudeln zuerst lieber ohne Soße essen. Nachdem er sie aber mutig probiert hatte, gab es kein Halten mehr 😉

Übrigens schmeckt Kohlrabi aus traditioneller Landwirtschaft oft wässrig. Da lohnt sich die Bio-Qualität vom Wochenmarkt. Diese ist so lecker, dass meine Kinder ihn auch gern roh als Knabbergemüse essen.

Außerhalb des deutschsprachigen Raums ist Kohlrabi kaum bekannt und gilt deshalb als „typisch deutsches Gemüse“. Normalerweise mache ich die Blätter vom Kohlrabi ab – bis ich gelernt habe, dass diese um ein vielfaches mehr gesunde Inhaltsstoffe, Phosphor, Eiweiß und Karotin enthalten als die Knolle. Deshalb gehören die größeren Blätter nicht in den Kompost, sondern wie Gewürz kleingehackt in Suppen oder Salaten.

Kohlrabi enthält Selen (gut für das Immunsystem), Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Vitamin A (Carotin), C, B1, B2, B3 (Niacin), Magnesium, und Eiweiß. Darüber hinaus ist er reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Also ein durch und durch leckeres und gesundes Gemüse.

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Mein veganer Ferien-Speiseplan

Die Fastnachtsferien haben begonnen. Neben der Freude über eine intensive Zeit mit den Kindern gleich die Frage, was ich die nächsten zehn Tage gesundes und leckeres kochen möchte.

Kurz nach der Umstellung von vegetarisch auf vegan im Sommer letzten Jahres hätte mich diese Herausforderung zum Verzweifeln gebracht. Unzählige Stunden habe ich damals im Internet und in Kochbüchern nach veganen Rezepten gesucht, von denen ich glaubte dass sie meinen Kindern schmecken würden.

Inzwischen schreckt mich diese Frage nicht mehr. Eher im Gegenteil, die Ferien sind zu kurz für alles, was wir gerne kochen würden. Heute kann ich behaupten, dass Kochen ohne tierische Produkte nicht schwierig ist.

Um es mir einfach und meine Einkäufe auf dem Wochenmarkt zielgerichtet zu machen schreibe ich vor den Ferien einen kurzen Speiseplan. An den halten wir uns zwar nicht unbedingt, denn wir kochen nach Lust und Laune. Aber er gibt eine gewisse Richtung vor.

Beim Kochen ist mir wichtig, dass ausreichend Hülsenfrüchte und dunkelgrünes Gemüse dabei ist um die Eisenversorgung sicher zu stellen. Vitamin C aus Fruchtsäften hilft bei der Eisenaufnahme. Die Beilagen sollen Mineralstoff- und Vitaminreich sein und nicht nur aus (glutunfreien) Nudeln bestehen. Abwechslung bieten Kartoffeln in allen Variationen, Reis, Polenta und Quinoa. Tofu und dunkelgrünes Gemüse wie Brokkoli bringen außerdem wichtiges Kalzium mit. Zusätzlich wählen die Kinder zum Frühstück manchmal mit Kalzium angereicherte Sojamilch. Beinahe täglich einen Beilagensalat und ausreichend Obst runden die gesunde Ferienernährung ab.

Wenn es geht kaufe ich alles in Bio-Qualität vom Wochenmarkt. Das fördert die lokale Bio-Landwirtschaft und vermeidet Verpackungsmüll.

Hier ein vorläufiger Winter-Ferienspeiseplan mit 17 leckeren veganen Gerichten:

  1. Bunter Gemüse-Eintopf
  2. Ofengemüse
  3. Nudlen mit Kohlrabisoße
  4. Milchreis
  5. Ratatouille mit Kartoffelbrei
  6. Fenchel-Risotto
  7. Leckeres Spitzkohl-Gericht mit Tofu
  8. Pilzpfanne mit Bratkartoffeln
  9. Brokkoli-Suppe
  10. Sellerie-Schnitzel mit Kartoffeln und Leinöl
  11. Selbstgemachte Gnocchi mit Spinat
  12. Gemüse-Quinoa
  13. Chilli sin carne
  14. Selbstgemachte Pommes mit gebratenen Tofu-Würstchen
  15. Erbsensuppe
  16. Kartoffel-Brokkoli-Auflauf
  17. Polentapizza

Hmm… das wird lecker! Die Rezepte werde ich nach und nach im Blog verarbeiten. Wenn ich daran denke. Was ich beim Gemüseeintopf schon verpennt habe – und er weg war bevor ich ihn fotografisch verewigen konnte…

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Spaghetti mit veganem Pilz-Tomatenrahm

Nach langer Zeit wieder einmal ein Rezept – weil es so umwerfend gut geschmeckt hat. Vegan, glutunfrei, super lecker und einfach und in weniger als 20 Minuten fertig.

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Ihr braucht dazu für 4 Personen:

  • 500g Volkorn-Reisspaghetti
  • 500g Champignons
  • 3 Zucchini
  • Olivenöl
  • 500g passierte Tomaten (z.B. Alnatura Tomatenpassata)
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • Nach Belieben etwas Weißwein
  • 1 Sojasahne
  • Kräuter de Provence
  • Estragon
  • Salz, Pfeffer

Für 2 Personen

  • reichen 250g Spaghetti, 400g Champignons, 1 Zucchini, 250g passierte Tomaten, 2 Esslöffel Tomatenmark. Immer noch 1 Sojasahne – das wird schön cremig…

Die Zubereitungszeit ist 20 Minuten. Und so gehts:

Die Pilze und Zucchini in Scheiben schneiden. Die Volkorn-Reisspaghetti aufsetzen.

Die Zucchini mit etwas Wasser in einem Topf andünsten. Die Pilze in der Pfanne mit etwas Öl anbraten. Ordentlich Kräuter de Provence dazu geben und mit braten.

Sind die Zucchini weich, das Wasser abschütten. Mit Salz und Estragon würzen.

Wenn die Pilze etwas angebraten sind, die Hitze reduzieren und die passierten Tomaten darüber gießen. Tomatenmark dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Falls Ihr gerade Weißwein zur Hand habt, gebt einen guten Schuss dazu für eine nette Geschmacksnote und lasst die Soße ein paar Minuten köcheln. Dann den Herd ausschalten und die Sojasahne einrühren – sie sollte nicht kochen, sonst flockt sie. Alles nochmals nach belieben würzen.

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Sojamilch

Inzwischen haben wir je zwei Varianten von Reismilch und Mandelmilch in unserer Testreihe für pflanzliche Milch aufgenommen. Zur Erinnerung: Jede Pflanzenmilch wird von meinen Kindern und mir als Kaltgetränk, erhitzt und als Kakao getestet.

Heute kam Sojamilch an die Reihe. Die ist übrigens keine neue „vegane Erfindung“, sondern wird in China seit über 2.000 Jahren hergestellt. Die Kinder hatten sie vor einiger Zeit schon einmal probiert und für ungenießbar erklärt. Deshalb war diese Milch-Alternative (eigentlich) vom Test ausgeschlossen.

Dennoch – im Lebensmittelmarkt hatte ich eine Sojamilch von Alpro entdeckt („SOYA Original – lieblicher Geschmack“). Und da pflanzlicher Milch von jedem Hersteller komplett anders schmecken kann, gab ich ihr nochmal eine Chance.

 

sojamilch-alpro

Sojamilch von alpo.

Diese Sojamilch hat mich und die Kinder voll überzeugt. Sie bringt auch Kalzium, Vitamin B12 sowie die Vitamine B2 und D2 mit. Das gefällt mir natürlich, da diese Vitamine bei veganer Ernährung besonderes Augenmerk erhalten und ich Kalzium für meine Kinder in der Wachstumsphase wichtig ist, welches zusammen mit Vitamin D sehr gut vom Körper aufgenommen wird. Kalt schmeckt sie lecker, leicht süsslich und bringt einen Hauch von Vanille mit. Auch erhitzt bleibt sie schmackhaft, ganz im Gegensatz zur Reismilch.

Der Sojamilch wurde als Süßungsmittel weißer Rübenzucker zugesetzt. Der Zuckergehalt liegt bei 2,3g/100 ml. Zum Vergleich: Kuhmilch hat mit etwa 5g/100ml einen mehr als doppelt so hohen Zuckergehalt.

Den Kakao bereitete ich wegen der bereits vorhandenen Süße der Sojamilch mit ungesüßtem Kakao-Pulver zu. Meiner Tochter fanden ihn sehr lecker. Mein Jüngster bekam ihn nicht runter, was bei ihm auch Tagesform sein kann. So trinkt er lieber die Sojamilch kalt.

So gut die Milch schmeck, es gibt auch Schattenseiten.

Zunächst ist diese Alpro-Variante im Lebensmittelmarkt nicht Bio-Qualität. Das soll der Sojamilch keinen Abbruch tun, da es mit der Bio-Marke „Provamel“ eine alternative Möglichkeit aus dem Hause Alpro gibt. Leider ohne zusätzliche Vitamine und auch nicht in meinem Lebensmittelmarkt.

Alpro tritt als belgisches Unternehmen auf. Das ist es seit 2009 nicht mehr, inzwischen gehört dem amerikanische Konzern WhiteWave Foods, der wiederum bis 2013 ein Teil der umstrittenen US-Molkerei-Giganten Dean Foods war. Das allerdings verschweigt Alpro auf der eigenen Webseite geflissentlich.

Möglicherweise erklärt das, dass nur ein Drittel der Alpro- und Provamel Sojabohnen in Westeuropa wachsen, hauptsächlich in Frankreich. Die anderen zwei Drittel werden per Schiff aus Kanada importiert. Andere Marken schaffen es, ihre Bohnen ökologischer komplett aus Europa zu beziehen.

Dennoch bleibt Alpro+Calcium der bisherige Testsieger – bis ihn vielleicht Provamel oder andere europäische Anbieter vom Thron stoßen, die immer wieder einmal auf dem Prüfstand gehoben werden.


[Nachtrag 28.12.15] Inzwischen haben wir die Sojamilch von Provamel getestet. Positiv ist, dass die Inhaltsstoffe Bio-Qualität haben und das Kalzium von Meeresalgen stammt. Die Provamel-Sojamilch hat einen um 2% höheren Sojagehalt und wird mit Rorohrzucker gesüßt und enthält keine zusätzlichen Aromen. Dadurch schmeckt sie getreidiger, weniger süß und der Vanillegeschmack fehlt. Fazit: Provamel schmeckt weder mir noch meinen Kindern und ist für uns keine Alternative.

Lest mehr zu:

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Hafermilch

Für die Hafermilch reicht mir ein Mini-Beitrag. Den das schnelle Fazit in unserer Testreihe für Kuhmilch-Alternativen ist: „Durchgefallen“.

Immerhin – der Hafer wird regional angebaut. Jedoch der Geschmack von Hafermilch ist … nun ja… gewöhnungsbedürftig. Anfreunden kann ich mich damit nicht. Die Mich ist leicht süsslich und schmeckt wie mit Wasser verdünnte Haferflocken. Sie wurde von meinen Kinder vehement abgelehnt. Ich vermute, dass trifft auch auf Dinkelmilch zu, die ich deshalb von unserem Test ausspare.

Also: Wir suchen weiter.

Bisher getestet:

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